
Die erfundene "Trümmerfrau" : der Umgang mit der NS-Zeit in Österreich
Als der damalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache in 2018 in Wien ein Denkmal für Österreichs "Trümmerfrauen" einweihte, löste er eine breite Debatte aus, hatte die Geschichtswissenschaft doch bereits ein dickes Fragezeichen hinter deren Heroisierung gesetzt. Auf der Grundlage neuere Quellen untersuchen Martin Tschiggerl und Thomas Walach, wer sich in der unmittelbaren Nachkriegszeit am Arbeitseinsatz beteiligte und wie und wann der "Trümmerfrauen-Mythos"entstand. Das Ergebnis ihrer Recherche ist eindeutig : die Trümmerbeseitigung in den Jahren 1945/46 erfolgte fast ausschliesslich durch ehemalige Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten. Der Mythos der zupackenden, die Ärmel hochkrempelnden "Trümmerfrau" entstand in Österreich erst Ende der 1980er Jahre, als das weitverbreitete Narrativ erodierte, Österreich sei Opfer des Nationalsozialismus gewesen. Es entstand eine neue Opfer-Erzählung, in deren Zentrum die "Trümmerfrauen" standen. Met literatuuropgave.
- Walach, Thomas, 1983-
- Tschiggerl, Martin, 1983-
- NIOD Bibliotheek
- Text
- on1333932017
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